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Pfarrerstochter will neuen Schwung in die Politik bringen: Verliebt beim Bundespräsidenten im Schloss Bellevue

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Förderverein „Begegnungsstätte Alte Schule Kleinmachnow e.V.“
Friederike Linke
Telefon:01 70/7 18 18 32
Website:www.foerderverein-begegnungsstaette-alte-schule.de

Heiraten in der Schule

Stand: November 2020

Kaum zu glauben, aber wahr: Kleinmachnow bekommt noch eine Schule! Die Besonderheit: Dort sind heiße Begegnungen erwünscht und vorprogrammiert!

Dafür stehen attraktive historische Räume bereit. Es geht um die „Alte Schule“ am Zehlendorfer Damm 212, gleich gegenüber der „Alten Kirche“.
In den ehrwürdigen Räumen soll nicht mehr die Tafelkreide quietschen. Stattdessen könnten glück­liche Paare in den Hafen der Ehe steuern.
Dies möchte der Förderverein „Begegnungsstätte Alte Schule Kleinmachnow e.V.“ ermög­lichen.

Endlich wieder heiraten
„Nachdem das Trauzimmer im neuen Rathaus kaum angenommen wurde, sind momentan Eheschließungen nur in Teltow möglich. Wir wollen als Verein das historische Schulgebäude beleben. Im früheren Klassenzimmer werden gerade historische Einrichtungs­gegenstände gesammelt. Dieses kleine Schulmuseum soll zukünftig die Kulisse für romantische Hochzeiten abgeben“, schwärmt die attraktive Kleinmachnowerin Friederike Linke. „Die Absprachen mit den Standesbeamten in Teltow sind bereits getroffen. Jetzt geht es noch darum, einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Das lässt sich vom Prinzip her relativ einfach erledigen. Allerdings gilt es nun, die erforderlichen Mittel dafür aufzutreiben“, informiert die energiegeladene Jung-Politikerin.

Mutige Kandidatin
Sie eroberte für die SPD bei den letzten Kommunalwahlen auf Anhieb einen Sitz in der Gemeinde­vertretung. Jetzt machte sie bundesweit Schlagzeilen. Sie stellte sich einem parteiinternen Wettbewerb, der für viel Aufmerksamkeit sorgte. Die Kleinmachnowerin seit 2013 wollte ebenso wie Finanzminister und SPD Kanzlerkandidat Olaf Scholz den Wahlkreis Potsdam 61 per Direktmandat erobern. „Er hat ja auf der Landesliste den Spitzenplatz inne“, verweist Friederike Linke darauf, dass es hier eher um eine „kosmetische Kandidatur“ geht.
Schließlich ließ sie charmant dem „Zugpferd“ ihrer Partei. den Vortritt. Dabei wird es Scholz nicht einfach haben denn mit ihm bewerben sich weitere Spitzenpolitiker: Das sind Saskia Ludwig für die CDU, Ex-FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg sowie die Grünen-Chefin Annalena Baerbock.

Rebellisches Pfarrerskind
Wer ist diese Frau, die so viel Bewegung in manche verkrustete Struktur bringen möchte? Obwohl Pfarrerskind aus Zehlendorf, ist die zierliche Friederike Linke kein Kind von Traurigkeit, aber ebenso kein Fan von Unterordnung: „Ich bin in einem Elternhaus aufgewachsen, wo viel über Politik gesprochen wurde. Meine Eltern entstammen der 1968-er Generation. Wir waren häufig auf Demos. Als Jugendliche habe ich mir überlegt, wo ich für die Gesellschaft aktiv werden kann. Ich habe die Programme der Parteien studiert und mich aufgrund der Grundsätze Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität für die SPD entschieden“, gibt sie Einblick.

Liebe beim Bundespräsidenten
Die Liebe zur Politik führte bei ihr auf Umwegen übrigens zur großen Liebe: „Ich war mit Anna Rau, der Tochter von Johannes Rau, befreundet, der von 1999 bis 2004 Bundespräsident war. Dadurch kam ich öfters ins Schloss Bellevue. Bei einer Begegnung verliebte ich mich in einen der Personenschützer.“ Die heute 36-Jährige und der mittlerweile 51-jährige Markus Linke sind seit 15 Jahren ein Paar. Sie konnten gerade das zehnjährige Ehejubiläum feiern. Dazu kam Nesthäkchen Emma Linke gerade noch rechtzeitig auf die Welt. Sie wurde euphorisch begrüßt von den beiden vier und acht Jahre alten Brüdern und ihrer 19-jährigen Stiefschwester.

Politik-Erfahrung
Friederike Linke hat noch viel mehr Einblicke in die Mechanismen der Politik vorzuweisen. Sie arbeitete nach ihrem Studium von Geschichte und Politik zehn Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag, unter anderem für den SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Danckert. Dieser vertrat den benachbarten Wahlkreis Dahme-Spreewald. Nun ist sie dabei, ihre Promotion auszuarbeiten. „Mein Traum wäre, Reden für den Bundespräsidenten zu schreiben.“

Wie war das mit der DDR?
Sie arbeitet an dem Thema „Der deutsche Bundestag in den Umbruchsjahren von Bonn nach Berlin“. Dabei ist sie der festen Überzeugung, dass heute viel zu wenig über die Jahre nach der Wiedervereinigung bekannt ist. Eigenes Wissen kann sie dazu nur wenig beitragen: „Die Maueröffnung erlebte ich im Alter von fünf Jahren.“ Dabei war es von ihrer Wohnung in Schlachtensee nur ein Steinwurf zur Mauer.

Wichtige Kontakte
Als Kommunalpolitikerin liegen ihr soziale Themen und die Jugend am Herzen.
„Es gibt hier zu wenig Möglichkeiten für Treffs“, nennt sie einen Punkt. Dabei geht es ihr vielfach um generationsübergreifende Gespräche in zwangloser Atmosphäre. Dazu könnte das historische Klassenzimmer in der Alten Schule ebenso dienen wie das neue „Café Kinderstube“, in dem Eltern mit ihrem Nachwuchs willkommen sind.
Sie freut sich über den großen Anklang des von Barbara Neidel und Gerda Döderlein ins Leben gerufenen Erzählcafés. „Hier können ältere Bürger aus ihrem Leben berichten.“ Friederike Linke ist überzeugt, dass besseres Kennenlernen vor Vorurteilen bewahren kann.

Engagierte Stiftung
Dass das älteste nicht-kirch­liche Gebäude Kleinmachnows erhalten werden konnte, ist engagierten Bürgern aus der weiteren Region zu verdanken. „Die evangelische Kirchengemeinde musste das Gebäude verkaufen, um Mittel für den Neubau gegenüber zu beschaffen. Der langjährige Gemeinde­kirchenrats-Vorsitzende Dr. Bodo Bohn regte eine Stiftung an. Ihr gelang es tatsächlich, den Kaufpreis von einer Viertelmillion aufzutreiben. Vor drei Jahren wurde ein Förderverein gegründet, dem ich gemeinsam mit Michael Ecker und Lutz Göbel vorstehe. Aufgabe ist, das Gelände mit Leben zu erfüllen“, erklärt Friederike Linke. Dabei kann man sicher sein, dass dies gelingt. Schon wer einmal den von Ruth Steffin und Andreas Steffin liebevoll angelegten Garten gesehen hat, kommt sicher gerne wieder!

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